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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Diplomarbeit
Dokumenttyp:

Jahr: 2016

AutorInnen: Zechner, Jasmin

Titel: Retrospektive Studie über Erkrankungen der Orbita bei der Katze im Zusammenhang mit dem Alter, der Rasse und im Verlauf von zehn Jahren.

Titelvariante: Retrospective study of orbital diseases in cats in relation to age, breed and time course of ten years

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 60.


Betreut von:

Nell Barbara

Begutachtet von:
Kleiter Miriam

Einrichtung:
Universitätsklinik für Kleintiere, Klinische Abteilung für Kleintierchirurgie


Abstract:
Im Rahmen dieser retrospektiven Studie wurde das Vorkommen orbitaler Erkrankungen bei der Katze in den Jahren 2001-2011 analysiert. Es wurden dazu Daten von Katzen verwendet, die in den Jahren 2001-2011 auf der Augenstation der Veterinärmedizinischen Universität Wien vorgestellt wurden und bei denen eine Erkrankung der Orbita diagnostiziert wurde. Nationale (Rasse, Alter), Anamnese (Dauer der Symptomatik bis zum Vorstellungszeitpunkt, Vorbehandlung) und ophthalmologische Befunde (Exophthalmus, Nickhautvorfall, Keratitis, erschwerte Retropulsion) eines Patienten wurden notiert und in Bezug auf Rasse und Alter ausgewertet. Insgesamt konnten 84 Fälle in die Studie eingeschlossen werden. Mit 69 Tieren war die Europäisch-Kurzhaar-Katze die häufigste Rasse dieser Studie.Das Durchschnittsalter der Patienten betrug 9,5 Jahre. 67,3% (33/49 Tiere) der Tiere mit einer Neoplasie waren dabei älter als 10 Jahre, währenddessen Entzündungen mit 63,2%(12/19Tiere)gehäuft bei Katzen im mittleren Alter auftraten. Das häufigste Symptom, das Patienten dieser Studie zeigten, war ein unilateraler Exophthalmus mit 92,9%(78/84 Katzen). Durch weiterführende Untersuchungen konnte bei insgesamt 70 Tieren eine Enddiagnose ermittelt werden, wobei bei 53 Tieren eine Gewebediagnose (zytologische oder pathohistologische Untersuchung) zur Verfügung stand. Bei 49 Tieren handelte es sich um eine Neoplasie, bei 19 Tieren um eine Entzündung und bei 2 Tieren um ein Trauma. Unter den Neoplasien gab es8 Osteosarkome, 7 Lymphome, 7 Plattenepithelkarzinome, 5 schlecht differenzierte Sarkome, 4feline restriktive myofibroblastische Sarkome, 4Adenokarzinome, 2 Melanome und jeweils ein Osteochondrosarkom, ein Fibrosarkom, einen malignen peripheren Nervenscheidentumor und ein Olfaktoriusneuroblastom. Bei 8 Tieren wurde zwar die Verdachtsdiagnose einer Neoplasie erhoben, diese konnte jedoch nicht genauer verifiziert werden. Die Verdachtsdiagnose der Kliniker stimmte bei 55von 70Tieren mit der Enddiagnose überein. In der Häufigkeit des Auftretens orbitaler Erkrankungen in den Jahren 2001-2011 war weder ein Anstieg noch ein Abfall zu beobachten.


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