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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation
Dokumenttyp:

Jahr: 2003

AutorInnen: Mandler, B

Titel: Klauengesundheit und Wirtschaftlichkeit beim Besamungsstier unter besonderer Berücksichtigung der Ejakulatmenge und -qualität anhand von Untersuchungen in einer Besamungsstation.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 150.

Betreut von:

Holzmann Alois
Stanek Christian


Zugehörige(s) Projekt(e): Andrologie und Spermienfunktionsdiagnostik


Abstract:
Im Zeitraum von 05.10.2001 bis 15.01.2003 wurden an insgesamt 42 Stieren einer Besamungsstation Untersuchungen über einen eventuellen Zusammenhang zwischen Ejakulatmenge, Ejakulatqualität und Klauengesundheit durchgeführt. Dazu wurde das Ejakulat der einzelnen Stiere hinsichtlich Volumen, Dichte, Massen- und Einzelbewegung untersucht und parallel dazu vierteljährlich die Klauengesundheit beurteilt, sowie die Klauen mittels Scoringsystem nach STANEK (1994) bewertet. Der Klauenzustand der einzelnen Stiere war zu Beginn der Untersuchungen recht unterschiedlich, wobei neben "scorebaren Parametern" vor allem das Vorkommen von Stallklauen, wie auch Limax festgestellt werden konnte. Im Zuge der Untersuchungen zeigten sich wesentliche Veränderungen, von geringgradigen Hämorrhagien an der Sohle über das Auftreten von Ulcus Rusterholzi bis zu Ballenfäule. Aus den Ergebnissen der vorliegenden Arbeit geht eine hoch signifikante Korrelation von 0,32 (a <= 0,001) zwischen nDichte und Einzelbewegung und eine signifikante Korrelation von 0,20 (a <= 0,05) zwischen nDichte und Klauenscore bei alleiniger Betrachtung von KS2 (= die unmittelbar vor der Klauenkorrektur (KK) erhobenen Absamungsdaten in Beziehung gesetzt mit dem zeitgleich erhobenen Klauenscore), sowie eine signifikante Korrelation von 0,35 (a <= 0,05) zwischen Einzelbewegung und Klauenscore nur im Fall von KS1 (= die entsprechenden Daten einer Absamung vor der KK und die entsprechenden Daten zweier Absamungen nach der KK in Beziehung gesetzt mit dem jeweils zeitgleich erhobenen Klauenscore) hervor. Der Einfluss des Klauenscores auf das Merkmal Massenbewegung war in beiden Fällen statistisch nicht signifikant. Übereinstimmend festzustellen war eine signifikante Korrelation von 0,34 (KS1), bzw. von 0,4 (KS2) (a <= 0,001) zwischen nDichte und Massenbewegung, sowie eine hoch signifikante Korrelation von 0,44 (KS1), bzw. von 0,53 (KS2) (a <= 0,001) zwischen Massenbewegung und Einzelbewegung, und eine signifikant negative Korrelation zwischen Volumen und Klauenscore von - 0,19 (KS1), bzw. von - 0,33 (KS2) (a <= 0,05). Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass auch die Klauengesundheit neben Haltung, Fütterung und Management einen Einfluss auf die Ejakulatmenge und -qualität von Besamungsstieren hat. Da alle genannten Faktoren erheblich zum Wohlbefinden und zur Gesundheit des Stieres beitragen, sollte ein verstärktes Augenmerk auf optimale Haltung, Pflege und Klauengesundheit der Stiere gerichtet werden, denn schließlich kann nur ein gesunder Stier qualitativ hochwertiges, vermarktungsfähiges Sperma produzieren.

Schlagworte:
Besamungsstier / Wirtschaftlichkeit / Klauengesundheit / Funktionelle Klauenpflege / Klauenscoringsystem / Ejakulatqualität


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