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Publikationstyp: Dissertation
Dokumenttyp:

Jahr: 2008

AutorInnen: Arhant, C

Titel: Dog Training Methods - Interrelations between current dog behaviour and characteristics of the dog and the owner.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 127.


Autor/innen der Vetmeduni Vienna:

Arhant Christine

Betreut von:
Bubna-Littitz Hermann
Troxler Josef

Beteiligte Vetmed-Organisationseinheiten
Institut für Tierschutzwissenschaften und Tierhaltung


Abstract:
Die Beeinflussung des Verhaltens des Hundes durch verschiedene Trainingsmethoden soll der Vorbeugung und Verbesserung von Problemverhaltensweisen dienen. Das Ziel dieser Arbeit ist es, Trainingsmethoden und Verhaltensweisen des Hundehalters zu identifizieren, die die Sozialverträglichkeit und Kontrollierbarkeit fördern, sowie Eigenschaften von Hunden zu erkennen, die das Verhalten des Halters negativ beeinflussen können und Risikofaktoren für Problemverhalten darstellen. Weiters wird versucht, Merkmale des Halters und des Hundes, mit denen das Verhalten des Halters vorhergesagt werden kann, zu identifizieren. Als empirische Grundlage der Studie wurde von Jänner bis März 2007 eine Erhebung an Wiener Hundehaltern durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass der Gehorsam des Hundes hauptsächlich durch Halterverhalten vorhergesagt werden kann. Regelmäßigkeit und Konsequenz in Interaktionen von Hund und Halter und häufige gemeinsame Aktivitäten tragen zu verbesserter Kontrollierbarkeit des Hundes bei. Aggressives Hundeverhalten scheint sowohl durch Halterverhalten als auch durch Merkmale des Hundes bedingt zu sein. Bei häufiger Bestrafung und Anwendung belohnungsbasierter Methoden während des Fehlverhaltens des Hundes, bei Rüden und wenn der Halter seinen Hund in den ersten 4 Wochen nach der Übernahme als wild im Spiel bezeichnet, finden sich erhöhte Werte für Aggression und Erregbarkeit. Ängstlichkeit bzw. Furchtsamkeit des Hundes scheint vorwiegend durch Merkmale des Hundes bedingt zu sein. Vor allem die Beurteilung des Hundes als eher vorsichtig gegenüber Neuem im frühen Stadium der Hund-Halter Beziehung ist laut Angaben der Halter mit vermehrter Angst und Furcht beim Hund assoziiert. Jedoch deuten, im Gegensatz zur Situation bei aggressivem Verhalten wo ein kausaler Effekt nur vermutet werden kann, unsere Ergebnisse darauf hin, dass Bestrafung Angst bzw. Furcht beim Hund steigert. Der Anteil an Belohnungen, relativ zum gesamten erzieherischen Umgang des Halters mit seinem Hund, ist mit erwünschtem Hundeverhalten korreliert, wohingegen die Häufigkeit von Bestrafung und belohungs-basiertem Halterverhalten während des Fehlverhaltens des Hundes mit dem Bericht von vermehrter Aggression und Angst zusammenhängt. Halterverhalten, vor allem die Verwendung von Belohnungen und die Häufigkeit gemeinsamer Aktivitäten, wird hauptsächlich durch demographische Merkmale und die Persönlichkeit des Halters vorhergesagt. Belastung und Konflikte durch Hundehaltung vermehren das Vorkommen ungünstiger Verhaltensweisen des Halters, wie zum Beispiel Bestrafung.

Schlagworte:
Hund / Mensch-Tier-Beziehung / Hundeerziehung / Verhalten / Ethologie


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