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Gewählte Publikation:

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Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2012

AutorInnen: Wetzels, Stefanie

Titel: Langfristige Effekte unterschiedlicher Energieversorgung auf die pansenassoziierte Mikrobiota bei der wachsenden Ziege.

Titelvariante: Longtime effects from different energy supply on the rumen-associated microbiota of growing goats

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 77.


Autor/innen der Vetmeduni Vienna:

Wetzels Stefanie

Betreut von:
Schmitz-Esser Stephan

Begutachtet von:
Zebeli Qendrim

Einrichtung:
Institut für Lebensmittelsicherheit, Lebensmitteltechnologie und öffentliches Gesundheitswesen in der Veterinärmedizin, Abteilung für Lebensmittelmikrobiologie


Abschluss Datum: 05.02.13


Abstract:
Das Ziel dieser Arbeit ist die Identifizierung der Bakterien, die der Pansenwand der Ziege anhaften in Zusammenhang mit dem Anteil an Kraftfutter an der Hauptfutterration. Hier werden erste Einblicke in die fütterungsabhängige Plastizität der pansenwandassoziierten Mikrobiota der Ziege gezeigt. Es wurde dazu ein Fütterungsversuch mit drei Gruppen durchgeführt. Einer Gruppe mit 5 Tieren wurde nur Heu als Futter zur Verfügung gestellt, die zweite Gruppe erhielt einen 30%-igen Kraftfutteranteil und bestand aus 6 Tieren und die dritte Gruppe bestand ebenfalls aus 6 Tieren und erhielt 60% Kraftfutter. Nach einer Anfütterungsphase wurden die Tiere euthanasiert und die Proben wurden aus der ventralen und dorsalen Pansenwand entnommen und umgehend weiter behandelt. Sie wurden gewaschen und mit verschiedenen Methoden fixiert. Es wurde DNA isoliert und daraufhin wurden mittels rRNS-Ansatzes die 16S-rRNS-Gene der vorhandenen Mikroorganismen amplifiziert, kloniert, sequenziert, analysiert und anschließend phylogenetisch eingeordnet. Es wurden mit Hilfe des Programm Mothur alle Klone der 3 Ziegen (P1, 2 und 3) in 140 OTUs eingeteilt. Archaea und Ureasegene wurden nicht gefunden. Die Klone konnten den Phyla Firmicutes, Proteobacteria, Bacteroidetes, Actinobacteria, Spirochaetes, Tenericutes, Fibrobacteres und Synergistetes zugeordnet werden, wobei die ersten 4 die häufigsten waren. Die Verteilung der OTUs innerhalb der drei Proben ist sehr unterschiedlich, was auf die verschiedenen Fütterungsmethoden zurückzuführen sein kann. Ein deutlicher Anstieg der Firmicutes mit steigender Kraftfutterration war auffällig. Mit FISH wurde versucht, die Anordnung und Größe der epimuralen Gemeinschaft zu erfassen. Es wurde die Tendenz beobachtet, dass die Hornschicht des Pansenepithels mit steigender Kraftfutterration lockerer wird und im Zuge dessen die Menge der vorhandenen Bakterien ansteigt. Weiters konnte festgestellt werden, dass in den Krypten größere und mehr Bakteriengruppen angetroffen wurden und an den Seiten und den Pansenzottenspitzen tendeziell weniger. Diese Ergebnisse wurden mit HE-Färbungen derselben Schnitte bestätigt.


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